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Treffen im Netzwerk der Initiativgruppen Gesteinsabbau am 31.08.2001
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Fragen und Probleme von betroffenen Grundstückseigentümern gestellt, fanden ebenfalls Gehör. Es wurde bekräftigt, dass Eigentumsrechte sehr hoch eingestuft werden. Selbst Naturschutz genießt nicht diesen hohen Stellenwert. Wenn sich alle Grundstückseigentümer einig sind und die Gemeinde voll dahinter steht, hat man sehr gute Karten im Kampf gegen den Gesteinsabbau. Von der Klärung auf politischer Ebene erhoffen sich die anwesenden Vertreter der Gemeinden die Lösung des Problems.

Bei bisherigen Enteignungen waren zumeist schon angrenzende Abbauflächen in Betrieb, was ja im Falle "Hugo" und "Bernd" nicht so ist. Das Geld, für die verkauften Abbaurechte von den Unternehmen gezahlt, hat sich der Bund "in die Tasche" gesteckt. Somit ist also wirklich eine politische Entscheidung gefragt.
Normalerweise sollte das Oberbergamt eine gütliche Einigung herbeiführen. Wenn sich die Eigentümer gegen den Gesteinabbau aussprechen und nicht verkaufen wollen, weil zum Beispiel auch deren Existenz davon bedroht ist, wird die Abwägungsbehörde einbezogen. Diese trifft eine Entscheidung gegen die dann geklagt werden kann, was jedoch bisher noch nicht vorgekommen ist.
Bei Neuunternehmungen sollen Grundabtretungen nach Möglichkeit verhindert werden.
In den beiden bis jetzt durchgesetzten Grundabtretungen waren bereits bestehende und aktive Abbaugebiete Hauptgrund für die Durchsetzung.
Die Grundstückseigentümer sollten sich in jedem Falle der Verantwortung bewusst sein, die sie im Zusammenhang auf die weitere Entwicklung des Lebensraumes der Gemeinden haben. Deren Ablehnung des Gesteinsabbaus ist das A und O! Wollen sie nichts gegen einen geplanten Abbau unternehmen, haben alle anderen nur sehr geringe Chancen dagegen vorzugehen.

Wichtig ist, die Region immer als Gesamtheit zu betrachten. So existiert in der Umgebung Claußnitz, Taura, Königshain-Wiederau durch eine große Anzahl von aktiven Abbauflächen schon eine erhebliche Belastung.
Bei der Inbetriebnahme neuer, bisher nicht betriebener Abbauflächen muss das Unternehmen auch Nachweise über die Notwendigkeit führen. Insbesondere bei Grundabtretungen spielt der Bedarf eine erhebliche Rolle. Die Frage die sich hier stellt ist, inwieweit bei den existierenden Abbaugebieten auf "Halde" gefahren wird.




   Letzte Änderung am 24.05.2018 von webmaster