Sie sind hier: home - Themen - Gesteinsabbau - Sternmarsch 31.10.2001 - Ansprache Landrat des Landkreises Mittweida

Sternmarsch - Ansprache Landrat des Landkreises Mittweida

Landrat des Landkreises Mittweida bei der Ansprache zum Sternmarsch

Landrat des Landkreises Mittweida
Dr. Andreas Schramm


Wortlaut der Rede

Liebe Bürgerinnen und Bürger, meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich hätte nie gedacht, daß bei diesem Sauwetter so viele Leute heute Abend den Sternmarsch mitmachen. Sie haben eigentlich dieses Wetter gar nicht verdient bei Ihrem Engagement für Ihre Heimat. Genauso wenig haben Sie es verdient, daß hier oder auf der anderen Seite der Chemnitz ein Bergbauvorhaben in den derzeitig geplanten Größenordnungen stattfindet. Und ich freue mich, dass Sie Ihr bürgerschaftliches Engagement in dieser Weise nutzen, für die Erhaltung der Lebensqualität hier in dieser schönen Gegend einzutreten. Dafür meinen herzlichen Dank und gleichzeitig meine Unterstützung. Kollege Hermsdorf hat es schon gesagt: Wir werden in der nächsten Zeit sowohl mit dem sächsischen Wirtschaftsministerium, als auch mit der Konzernleitung der Heidelberger Zement AG Gespräche führen, dahingehend, ob es denn überhaupt sein muß, bei der derzeitigen Bauwirtschaftslage, bei der derzeitigen Abbaumenge im Landkreis insgesamt, diese Felder in Angriff zu nehmen.

Ich glaube es ist nicht notwendig und wir sollten auch daran denken, daß unsere Kinder und Enkel von diesem Reichtum, der hier unter der Erde liegt auch noch etwas davon haben, und heute keinen Raubbau mit unserer Heimat treiben. Ich denke schon, daß die Lebensqualität hier in dieser Gegend sehr gut ist und gute Entwicklungspotentiale hat. Und ich freue mich, daß Sie sich dafür einsetzen, das diese Entwicklungspotentiale der Lebensqualität erhalten bleiben, für Sie , Ihre Kinder und Ihre Enkel. Und insofern freue ich mich, daß so zahlreiche Menschen hier bei diesem Sauwetter erschienen sind, um deutlich zu machen, daß es wichtig ist, sich für Ihre Heimat einzusetzen, für Ihre Region was zu tun und auch die Zukunft nicht zu vergessen. Ich sichere Ihnen die Unterstützung zu, zusammen mit den Bürgermeistern und der Bürgerinitiative und mit den regional verantwortlichen Abgeordneten. Ich hoffe, daß es uns gelingt, die Wünsche, die Sie haben, in einem vernünftigen Kompromiß einzubringen und ich glaube dann hat sich es gelohnt, daß Sie heute hier gewesen sind und das Sie etwas für Ihre Heimat getan haben.

Wir sollten den Gesteinsabbau und Sandabbau, der hier in dieser Gegend insgesamt geplant ist, nicht noch weiter ausbauen. Weder unsere Straßen, noch unsere andere Infrastruktur ist in der Lage dieses zu bewältigen. Insofern glaube ich, daß dieser Gesteinsabbau hier und auf der anderen Seite und der Sandabbau, der hier geplant ist, nicht kommen muß. Dafür sollten wir uns gemeinsam einsetzen. Herzlichen Dank dafür, daß Sie das heute Abend getan haben.

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