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Geschichte (1)

Markersdorf ist eine mittelsächsische Gemeinde und liegt im Vorland des Erzgebirges im Landkreis Mittweida am Chemnitzfluß. Die Fläche der Gemarkung Markersdorf beträgt 525 ha. Davon sind ca. 80 Prozent Landwirtschafts- und Waldflächen und ca. 20 Prozent Wohn- und andere Flächen.

Der Ort liegt 235m bis 323m über NN und wird von der B107 durchquert, die von Chemnitz aus beginnend nach Norden über Rochlitz, Grimma, Wurzen, Genthin bis Pritzwalk führt.

ChemnitzflussDie Erstbesiedlung des Ortes Markersdorf ist nicht konkret bekannt. Vermutlich fränkischen Ursprungs ist der Ortsname, nach dem die "Summe der entstandenen Gehöfte" (BEIL) genannt wurden. Es besteht die Möglichkeit, daß dies der Name Mayquard oder Markert gewesen ist.

Eine erste Erwähnung fand Marckersdorff zwar zusammen mit 19 Dörfern (bewohnten und unbewohnten Hufen) in der Stiftsurkunde nach der Gründung des Klosters Zschillen (heute Wechselburg) von 1168. Als Hufe bezeichnete man eingeteilte Land- bzw. Waldstreifen. Der Großteil der genannten Orte galt damals aber noch als unbebaute Hufe, und somit ist nicht sicher, daß es damals schon besiedelt war. Im Jahre 1175 wurde eine Vermessung in der Grenzgegend des Konvent Zschillen durchgeführt. Daher ist es durchaus möglich, daß der Ort bereits vom 13.Jahrhundert an, von Westslawen zuerst besiedelt, als stille Waldhufensiedlung bestand.

Aus dem Jahre 1489 stammt der erste urkundliche Nachweis.

Lange Zeit zählten zu Markersdorf nur ein paar einzelne Häuser die typisch für diese Region, rechts und links desBauernhaus heutigen Dorfbaches, von den Siedlern erbaut wurden. Nach und nach nahm die Bevölkerung zu und es entwickelte sich ein Straßendorf. Zu dieser Zeit lebte man hier hauptsächlich von der Viehwirtschaft und betrieb nur in geringem Ausmaß den Ackerbau.

Donner, Fischerr, Telling, Mattes, Brosius, Kuhne und andere Namen von Zschillener Klosterbauern werden im Türkensteuerregister von 1530 genannt. Infolge Tausch unterstand Markersdorf nach der Reformation ab 1543 dem Grafen Schönburg zu Wechselburg als fürstliche Domäne. Bis Anfang des 18.Jahrhunderts war es ein unbedeutendes und unbekanntes Bauerndorf mit ca. 300 Einwohnern.




Letzte Änderung am 08.11.2003 von webmaster