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Chemnitztalbahn - Markersdorf/Taura - Schweizerthal/Diethensdorf - Mohsdorf

Im Sommer kaum noch zu sehen, da von Bäumen inzwischen fast vollständig zugewachsen wird nun der König Albert Felsen passiert. An dieser Stelle liegen Chemnitztalstraße, Fluss und Eisenbahn unmittelbar nebeneinander.
Direkt neben dem Bahngleis verläuft nun die Chemnitztalstraße sowie die Siedlung "Kolonie" in Markersdorf. Die inzwischen rekonstruierten Gebäude wurden 1910 bzw. 1921 im Auftrag des Fabrikbesitzers Grosser aus Markersdorf für seine Arbeiter und Angestellten errichtet.
Der Siedlung folgen auf der rechten Seite nochmals zwei Steinbrüche, die früher ebenfalls ein Anschlussgleis aufweisen konnten. Bei der Einfahrt in den Bahnhof Markersdorf-Taura (km 11,8) unterquert man die Landstraße, die Burgstädt und Mittweida verbindet. Ursprünglich verlief die Straße geradewegs über das heutige Bahnhofsgelände. Beim Bau der Chemnitztalbahn wurde die etwas eigenwillige Straßenführung errichtet, die im Volksmund als "Bahn-Nase" oder einfach nur als "Nase" bezeichnet wird.
Nach dem Halt in Markersdorf führt die Strecke durch das wildromantische Schweizerthal. Endlich erfährt der Reisende weshalb der Fluss Chemnitz (abgeleitet von Caminica – sorb. für Steinfluss) genannt wird. Angefüllt mit einer unüberschaubaren Menge von Felsbrocken kämpft sich hier der Fluss voran. Am anderen Ufer der Chemnitz ist der Ort Schweizerthal mit seinen großen Fabrikgebäuden der ehemaligen Baumwollspinnerei zu sehen.

Kaum hat man den nächste Haltepunkt Diethensdorf-Schweizerthal (km 10,1), hinter sich gelassen, führt der Schienenweg durch den zweiten, mit 222 m längeren Tunnel der Strecke. Genau wie schon am Auerswalder Tunnel, überquert die Bahn auch hier unmittelbar vor und hinter dem Tunnel die Chemnitz.
Der Steinbruch der Westsächsischen Steinwerke GmbH, ein weiterer Beweis, dass die Region im wahrsten Sinne des Wortes "steinreich" ist, befindet sich hier direkt neben der Strecke. Einige wenige Überreste des ehemals vorhandenen Gleisanschlusses sind bei näherer Betrachtung noch erkennbar.

Über etwas größere Anschlussanlagen verfügte auch das Werk Mohsdorf der Fettchemie GmbH Chemnitz. Bedient wurde dieser Anschluss vom Bahnhof Markersdorf-Taura aus. Der Haltepunkt Mohsdorf (km 8,5) wird passiert und auch die heute nicht mehr vorhandenen Gleisanschlüsse für das Granulitwerk Josef Dorfner (Stein) sowie der Pappenfabrik Weber lässt man hinter sich, ehe man dem nächsten Haltepunkt Stein/Chemnitztal näher kommt.




Letzte Änderung am 15.02.2004 von webmaster