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Chemnitztalbahn - Wittgensdorf - Auerswalde/Köthensdorf

Nächster Haltepunkt ist Wittgensdorf Unterer Bahnhof (km 18,7). Wie bereits dem Namen zu entnehmen, besitzt der Ort noch weitere Bahnhöfe, die beide an der Strecke Chemnitz - Leipzig liegen. Der Wittgensdorfer Bahnhof hatte neben dem Personen- auch noch große Bedeutung für den Güterverkehr. Die Diamantschwarzfärberei Louis Hermsdorf erbrachte den größten Güterumschlag. In Glanzzeiten hatte die Färberei bis zu 1000 Beschäftigte und sogar einen Gleisanschluss mit größeren Gleisanlagen einschließlich einer Drehscheibe auf dem Firmengelände. Der ständige Produktionsrückgang und die folgende Schließung führten dazu, dass der Bahnhof Wittgensdorf als erster der Chemnitztalbahn in einen Haltepunkt mit Anschluss umgewandelt wurde.

Mit dem Bahnhof Wittgensdorf im Rücken wird die Fahrt besonders reizvoll, denn hier beginnt schon die Chemnitztalromantik. Nach der ersten Tunneldurchfahrt, die Chemnitz macht hier einen weiten Bogen in dessen Verlauf sich ein Sumpfgebiet befindet, wird der Haltepunkt Auerswalde-Köthensdorf (km 16,2) erreicht. Von hier aus kann bei einem Ausflug zum Felsen "Schusterstein" gewandert werden.
Verlässt man den Bahnhof Auerswalde-Köthensdorf, wird eine besonders enge Stelle der Trassenführung durchfahren. Steile Felswände säumen hier die Strecke. Nur wenig später überquert der Schienenweg die Straße, welche nach Köthensdorf führt. Rechts befindet sich die Trikotagenfabrik "Doppelmoppel" und nicht weit entfernt, auf der linken Seite steht das Umspannwerk Köthensdorf. Unmittelbar nach dem Umspannwerk befand sich rechts der Anschluss an Hempel`s Steinbruch. Auf der anderen Flußseite neben der Chemnitztalstraße kann man heute noch das inzwischen zugewachsene Gelände des Steinbruchs erkennen. Interessant: Mittels einer Art Schwebebahn wurden die Steine über die Straße und die Chemnitz zur Bahnverladestelle befördert. Einzig ein Mastfundament ist davon auf der linken Seite noch übrig.




Letzte Änderung am 15.02.2004 von webmaster