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Chemnitztalbahn - Der zweite Anlauf

Da die Bahnlinie insgesamt 16 mal die Chemnitz überquert waren viele Kunstbauten notwendigDie veranschlagten Kosten für die 27,5 km lange Strecke waren extrem hoch und übertrafen bisherige Bahnprojekte bei weitem. Dessen ungeachtet beharrte das rührige Komitee trotz der 1893 erlittenen Niederlage auf seinem Standpunkt. Eine neue Petition wurde erarbeitet und einige Großindustrielle erboten sich, natürlich den eigenen Vorteil nicht aus den Augen verlierend, größere Summen zu den Baukosten beizutragen. In der Landtagsperiode 1895/96 kam erneut eine Vorlage für den Bau einer, diesmal normalspurigen, Eisenbahn den Ständekammern zur Vorlage. Einstimmig wurde diesmal für das Projekt gestimmt und die erste Hürde war genommen.

Nach einem Kostenvoranschlag wurden 4,5 Millionen Mark für den Bau einer Chemnitztalbahn bewilligt (anderswo spricht man von 4 087 600 Markt, was pro km ca. 128 000 Mark bedeuten würde). Das die Herstellungskosten am Ende 8 Millionen, an anderer Stelle ist sogar von 10 Millionen die Rede, betragen würden konnte oder wollte zu diesem Zeitpunkt noch keiner vorhersehen. Eigentlich war in Sachsen zu dieser Zeit die Blüte der Planungs- und Bauzeit von großen Eisenbahnlinien schon vorbei. Auch der Bahnknoten Chemnitz hatte seinen Höhepunkt schon erreicht.

Die Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn wurden durch das schwere Hochwasser 1897 wieder zunichte gemacht. Bereits fertigen Baupläne waren hinfällig und eine neue Projektierung wurde notwendig. Um die Gefährdung der Bahntrasse durch den Chemnitzfluß zu verringern, mußte der Bahnkörper höher gelegt werden. Dazu wurden viele Kunstbauten (Brücken, Tunnel usw.) benötigt. Der Bahnbau verzögerte sich erneut.




Letzte Änderung am 08.11.2003 von webmaster